Konzert: Arch Enemy (SWE/CAN/USA/ENG)
 
Garage Saarbrücken
6. April 2017
Support: Lacuna Coil (ITA) und The Haunted (SWE)

Von den Göteborgern The Haunted gibt's zum Einstand den Arsch voll, mit vollem Brett groovendem Metals aus Richtung ProPain, Benediction oder Hatebreed. Passt für meinen Geschmack super zum Einheizen.

Total vergurkten Sound muss man bei der an diesem Abend sanftesten Gruppe Lacuna Coil aushalten, der auch nicht besser wird, sondern mit heulenden Rückkopplern schwindelig macht. Coolerweise lässt sich die geisterhaft geschminkte Band kaum was anmerken und präsentiert unbeirrt ihre Songs, wobei die Auswahl seltsam erscheint. Die älteren Stücke sind natürlich auch toll, aber viel ruhiger und getragener als die neuen Superhits, somit weniger geeignet um die Stimmung weiter zu entfachen. Nun ja, die Italiener wollten wohl von jeder Platte was auspacken. Cristina war immerhin gewohnt gut drauf!

Unvergleichlich besser zeigt sich der Erzfeind kurz darauf. Ich hab Sängerin Alissa White-Gluz schon paar mal mit Arch Enemy gesehen, aber jetzt hat sie langsam die passende Stimme gefunden, um die Kunstfertigkeit der (geb ich zu) wahren Stars der Band zu veredeln, nämlich Michael Amott und Jeff Loomis. Beide Gitarristen, die man von Carcass und Nevermore kennt, zeigen mal richtig, wie man die Saiten zupft und bekämpfen sich gegenseitig spektakulär mit Soli. Auf dem Niveau der Band, das sie momentan beweist, muss man sie schon ganz oben ansiedeln, auch aus Mangel an ebenbürtiger Konkurrenz. Hier gibt es schließlich brachiale Power mit anspruchsvollen Kompositionen und mitreißender Vollverföhnung durch die blauhaarige Kanadierin. Bis jetzt das beste Konzert 2017, okay das Jahr geht noch ein bißchen.

Zum Lacuna Coil - Album

Zum Arch Enemy - Album